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aus der Verlagsgsankündigung
Eigentlich schien sich in unserem brandenburgischen Dörfchen alles zum Guten gefügt zu haben: Die Moors waren bestens in die Gemeinschaft der Einheimischen integriert, die Probleme um den Hof gelöst, und der Konsum führte sogar Frischmilch.
Doch da passiert’s: Frau Widdel geht in Rente – und das Dorf steht ohne Laden da. Sepp im hellblauen Tangaslip bringt die ersten Galloway-Rinder nach Amerika, und Teddy, knorriges Faktotum und eingefleischter Junggeselle, beginnt auf seine alten Tage zarte Bande zu knüpfen … Neue herrliche Geschichten aus Dunkeldeutschland
mein Senf dazu:
Wenige Bücher haben mir soviel Spaß bereitet, wie "Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht". Natürlich gibt's eine Fortsetzung, denn der oberste Grundsatz der Buchproduktion lautet: Was erfolgreich war, wird solange wiederholt, bis die Bücher im Ramsch einen Euro kosten.
Trotzdem freue ich mich auf dieses Buch, auch wenn das Highlight Frau Widell durch einen Demeter-Laden ersetzt wird.
Bezeichnend für die Geschichten aus der "arschlochfreien Zone" (wie machen die Zonis "das" bloß; werden dort etwa Schwule diskriminiert?) ..bezeichnend ist, daß es wenig Kinder gibt. Dabei wird doch jeder zugeben, daß Kinder niemals als Arschloch auf die Welt kommen. Also könnte es dort durchaus mehr geben. Doch wir leben in dekadenten Zeiten. "Echtes" Leben findet ohne Kinder statt. Dabei ist man den menschlichen Ursprüngen
niemals so nah, wie mit ihnen.
Dekadenz hat unzweifelhaft ihre ästhetischen Reize. Der erste Band von Moor bietet viel davon.
Ob uns der Autor im nächsten enttäuschen wird?(w.k.)
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