|
Nach der hitzigen und meist unsachlichen Diskussion über Thilo Sarrazins
"Deutschland schafft sich ab"
nun das Werk eines klugen und kühlen Kopfes.
Warum soll Intelligenz eigentlich nicht vererbbar sein?
Worin besteht denn die menschliche Evolution, wenn nicht in der
Höherentwicklung der Intelligenz?
Laut Verlagsankündigung zweifelt Dieter Zimmer nicht an dieser trivialen
Erkenntnis.
Fragen, die in dem Buch diskutiert werden:
"Was ist Intelligenz überhaupt, und wie misst man sie? Gibt es eine
Intelligenz oder viele Intelligenzen? Wie ist die Wissenschaft zu dem Nachweis
gekommen, dass Intelligenzunterschiede weitgehend erbbedingt sind? Wie viel Raum
lässt die Erblichkeit den Einwirkungen der Umwelt? Woran liegt es, dass die
Menschheit IQ-Tests zufolge immer klüger wird? Darüber hinaus zeigt Zimmer,
warum das Thema so sehr die Emotionen erregt. Denn wenn für die
Intelligenzunterschiede zwischen den Menschen tatsächlich biologische Faktoren
ausschlaggebend sind, dann können Erziehung und Sozialpolitik nicht so viel
bewirken, wie jedermann anzunehmen scheint. Ein ebenso erhellendes wie
provozierendes Buch." (aus der Verlagsankündigung)
Ob er auch darüber schreibt, daß Intelligenz nicht vor Dummheit
schützt ?
Das Phänomen ist allgemein anzutreffen: Die hochintelligentesten Trader,
Ökonomen und (manchmal sind sie es auch) Politiker, Ärzte, Ingenieure
usw treffen oft die dümmsten Entscheidungen. Neben der Intelligenz gibt es eine
Instanz, die sich jeglicher Meßbarkeit entzieht: Der gesunde Menschenverstand.
Ob seiner Unfaßbarkeit stets lächerlich gemacht, ist er doch letztlich dafür
verantwortlich, ob man richtige oder falsche Entscheidungen trifft. Experten,
und sind sie noch so intelligent, können dabei nur Hilfestellung geben. Denn für
jede, auch noch so närrische Meinung, findet sich garantiert ein (hochintelligenter) Experte.
|