man könnte Tausende von Links zu jedem Button setzen. Das aber ist nicht unser Ziel. Wir werden in einer Biografie dieses ungewöhnlichen Autors vieles erzählen, was jungen Menschen ein gutes Beispiel und selbst erfahrenen Lesern eine ordentliche Lehre sein sollte, wir werden den erhobenen Zeigefinger nicht scheuen und auch so manche Weisheit über die Werthaltigkeit von Werten nicht, die heute als unzeitgemäß gelten. Bei alledem aber sollen Leser angeregt werden, selbst ein wenig zu "graben" - nach Vorstellungen und Maßstäben, die Norbert Gisder mit seiner Literatur, ja mit seinem Leben verkörpert und setzt, die sich an so vielen Stellen belegen lassen, daß es wie eine Bevormundung der Leser erscheinen müßte, alle zu benennen. Deshalb hier jeweils nur eine kleine Auswahl und der Hinweis: Die Biografie erscheint spätestens im nächsten Jahr. Wir versuchen, sie zeitgleich mit dem neuen Roman von Norbert Gisder zu platzieren.
Potsdam, München, Rena Maria Schmidt, Ron-Berthold Brien
http://biografie.geschichtetoday.de/Norbert_Gisder
http://www.personeninfo.de/Norbert_Gisder.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Norbert_Gisder
Achtung, die Satire des Seins beißt zurück, möchte man angesichts der Novelle "Mars ruft Venus" von Norbert Gisder ausrufen. Viele Veröffentlichungen in der Literatur unserer Tage sind nichts weiter als Epauletten, die sich die so genannten Literaten beziehungsweise ihre Mentoren, Lektoren, Förderer und Interpreten aufsetzen um so literarisch breitschultriger daherzukommen. Simulierte Chakren wo keine sind, lassen die Figuren, die sich breiter machen, allerdings tatsächlich nur aufgeblasen wirken. Steht die Sonne tief, werfen selbst Zwerge lange Schatten, sagt Norbert Gisder. Über der Literatur versinkt die Sonne soeben wohl hinterm Horizont. Also macht eine ganze Zunft ein geradezu gespenstisches Bild. Darüber zu ironisieren, ist eine Lust, lässt der Autor einen seiner Protagonisten sprechen. Dem Leser jedenfalls verschwimmt es vor Augen: Was an dem, was ist, ist von Norbert Gisder, was von seinen Figuren, was an seinen Figuren ist Norbert Gisder, was ist Selbstironie und was Sarkasmus - über den man lachen muß, selbst wenn man selbst gemeint ist?
Wer literarisch etwas bewegen will, muss es gar nicht erst angehen, seine Kritiker zu kritisieren, heißt es an einer Stelle. Und die Erklärung: Deren Lufthoheit über das interpretierte Wort würde die beste Exegese ihres Versagens entwerten. Also: Aufgeben? Von wegen. So schreiben, dass die Kinder, die Enkel ihre Eltern und Großeltern wieder erkennen - und das Böse in ihnen verachten ob deren Tyrannei des freien Wortes, heißt das Rezept.
Norbert Gisder lebt nicht nur vor, wie es geht, er schreibt es auf: Zugleich all jenen auf, die ihren Kindern und Enkeln besser nichts von dieser Lektüre zu lesen geben, und jenen, die damit umzugehen verstehen, weil sie Inspiration fühlen.
Norbert Gisder schreibt aber auch von der Notwendigkeit, genau denen zu helfen, von denen niemand vermuten würde, dass sie der Hilfe bedürfen. Von Menschen, über die niemand etwas erfahren würde, hätte dieser Band ihr Leben nicht in entscheidenden Weichenstellungen skizziert - die allzu oft im Tod erst ihre Erlösung finden. Diese Geschichten sollte man ernst nehmen, weiterreichen, Kindern, Enkeln, deren Empathie gefragt ist. Denn ohne Mitgefühl gibt es keine Erlösung aus den Fallen, die das Leben stellt. Denn schließlich sind es auch in dieser Novelle die lieben Mitmenschen, denen andere nichts - weil sie selbst sich alles - bedeuten, denen durchaus ein wenig Mitleid gebührt. Und damit viel Spaß bei der Lektüre der folgenden Buchtipps.
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